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23.07.2020

Klärschlamm statt Kohle in Kasseler Kraftwerk

Klärschlamm und Altholz sollen in einem Kraftwerk in Kassel bis 2025 Kohle als Brennstoff vollständig ersetzen. In dem Fernheizkraftwerk der Städtische Werke Energie + Wärme GmbH wurde eine Klärschlammbandtrocknung fertiggestellt, die es dem Unternehmen ermöglicht, bereits 2025 - drei Jahre früher als ursprünglich geplant - aus der Kohleverbrennung auszusteigen. Durch den neuen Bandtrockner können bereits in der kommenden Heizperiode 2020/2021 rund 8000 Tonnen fossile Braunkohle durch getrockneten, CO2-neutralen Klärschlamm ersetzt werden. Dadurch spart das Fernwärmekraftwerk rund zehn Prozent der bisherigen CO2-Emissionen im Jahr ein. In den folgenden Jahren sinken die Emissionen durch einen umfassenderen Einsatz von CO2-neutralen Brennstoffen weiter. Durch zusätzliche Mengen Klärschlamm und ab 2023 durch den Einsatz von Altholz soll der Kohleanteil weiter reduzieren werden. Klärschlamm wird in dem Kraftwerk bereits seit 2016 mitverbrannt. Aktuell werden in dem Kraftwerk 120 000 Tonnen Kohle im Jahr verbrannt. 2022 wird eine neue Turbine im Kraftwerk eingesetzt. Diese erlaubt es, dass das Kraftwerk künftig ganzjährig flexibel Strom und Wärme nach Anforderung auskoppelt. Das gebe den kommunalen Lieferanten von nassem Klärschlamm ganzjährige Entsorgungssicherheit und ermögliche es dem Kraftwerksbetreiber, zusätzlichen trockenen Klärschlamm zur Kohlesubstitution zu gewinnen.

V. l. n. r.: Dr. Gudrun Stieglitz), technische Geschäftsführerin der Städtische Energie + Wärme GmbH, Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle und Städtische-Werke-Vorstandschef Dr. Michael Maxelon nehmen die neue Klärschlammbandtrocknung im Kraftwerk

Webcode: 20200723_003