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WMO: Weltweite Wasserreserven nehmen weiter ab

Der globale Wasserkreislauf gerät zunehmend aus dem Gleichgewicht. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Bericht "State of Global Water Resources 2025" der Weltorganisation für Meteorolgie (WMO). 2025 gehörte zu den trockensten Jahren für die weltweiten Flussabläufe seit 35 Jahren. Parallel nimmt die auf den Kontinenten gespeicherte Wassermenge seit rund einem Jahrzehnt ab.

Die Entwicklung zeige sich vor allem an den Flüssen. Prof. Dr. Robert Reinecke vom Geographischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), der von Beginn an maßgeblich an der Erstellung des seit 2022 jährlich erscheinenden Berichts beteiligt ist, sagt: „Seit 2021 ist die Gesamtwassermenge der Flüsse weltweit konsistent kleiner als im Vergleichszeitraum 1991 bis 2020. Das vergangene Jahr gehört mit zu den trockensten der letzten 35 Jahre. In 2025 führten die Flüsse in 36 Prozent der Fläche aller Einzugsgebiete weltweit weniger Wasser als im Vergleichszeitraum.“

Langfristige Folgen für die Verfügbarkeit von Wasser

Seit 2021 liegen die weltweiten Flussabflüsse laut Bericht durchgehend unter dem Mittel des Vergleichszeitraums 1991 bis 2020. Im vergangenen Jahr wiesen Flüsse auf 36 Prozent der globalen Einzugsgebietsfläche unterdurchschnittliche Abflüsse auf. Gleichzeitig kam es in anderen Regionen zu schweren Überschwemmungen. Auch die Gletscher verloren im vierten Jahr in Folge weltweit an Masse. Die WMO sieht in den Entwicklungen langfristige Folgen für die Verfügbarkeit von Wasser und betont zugleich die Bedeutung einer besseren hydrologischen Datengrundlage und Überwachung. Die Gründe für diese Entwicklungen sieht Reinecke im Klimawandel und im Grundwasserverbrauch durch den Menschen: „Eine wärmere Atmosphäre kann mehr Wasser aufnehmen, Gletscher schmelzen ab und gleichzeitig nimmt die Verdunstung zu. Und wir Menschen transportieren Unmengen an Grundwasser in die Meere und in die Atmosphäre, indem wir es zum Beispiel zur Bewässerung nutzen.“

Gemeinsam mit Forschenden der Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Global Runoff Database Centre in Koblenz, das unter Schirmherrschaft der WMO arbeitet, trug Reinecke mit seiner Arbeitsgruppe Modellergebnisse und Daten zu dem Bericht bei.

Zur Publikation

Nahe-Mündung mit Blick auf den Rhein (im Hintergrund) im Sommer 2026
Nahe-Mündung mit Blick auf den Rhein (im Hintergrund) im Sommer 2026 Quelle Foto© Robert Reinecke

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