Wasserkraftverband: EEG-Entwurf gefährdet jede vierte kleine Wasserkraftanlage in Mitteldeutschland
Der Wasserkraftverband Mitteldeutschland warnt: Der im Entwurf des EEG vorgesehene Förderstopp für Energieerzeugungsanlagen unter 25 kW trifft besonders Mitteldeutschland und schwächt verlässliche dezentrale Energieerzeugung. Der geplante Förderstopp würde den betroffenen Anlagenbetreibern die wirtschaftliche Perspektive für Modernisierung, Reaktivierung und Weiterbetrieb kleiner Anlagen erheblich erschweren. Ohne verlässlichen Rahmen drohen ausbleibende Sanierungen, schleichende Stilllegungen und der Verlust einer seit Generationen bestehenden erneuerbaren Infrastruktur, so der Verband.
Eine Auswertung zeigt: Im Verbandsgebiet Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind rund 600 aktive EEG-Wasserkraftanlagen registriert. Davon liegen etwa 25 % der Anlagen unterhalb der Schwelle von 25 kW installierter EEG-Leistung. Damit wäre jede vierte EEG-Wasserkraftanlage im mitteldeutschen Verbandsgebiet von der geplanten Regelung betroffen. Besonders deutlich ist die Lage in Thüringen: Dort fallen mehr als zwei Drittel der aktiven EEG-Wasserkraftanlagen unter 25 kW. Im mitteldeutschen Verbandsgebiet ist die Wasserkraft überwiegend mittelständisch, regional und historisch gewachsen. Viele Anlagen werden von Familienbetrieben, Mühlenstandorten, Handwerksbetrieben oder lokalen Unternehmen betrieben.
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