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Wasser mehrfach nutzen: Fraunhofer entwickelt Lösungen für Landwirtschaft und Industrie

Wasser ist und bleibt eine wertvolle und zunehmend knappe Ressource. Das spürt auch Deutschland – nicht zuletzt durch den Rekordsommer 2026. Eine große Herausforderung für die Landwirtschaft, aber auch für die Industrie. Denn viele Produktions- und Verarbeitungsprozesse benötigen viel Wasser.

Doch was tun, wenn dieses knapp wird? Eine Lösung: Bereits genutztes Wasser in Kreisläufen wiederverwenden. Hierfür entwickelt das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB die passenden Verfahren und Technologien. Ziel ist es, den Bedarf an Frischwasser zu reduzieren und Wasserkreisläufe stärker zu schließen.

"Zero Liquid Discharge" als Schlüssel zu einer resilienten Wasserversorgung

Für industrielle Anwendungen untersucht das IGB unter anderem das Konzept Zero Liquid Discharg (ZLD). Prozesswasser wird nahezu vollständig aufbereitet und wieder in die Produktion zurückgeführt. Abwasser fällt kaum an. Unternehmen können so unabhängiger von der Verfügbarkeit von Fluss- und Grundwasser werden.

Wie Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft funktionieren kann, hat das Institut unter anderem im Projekt "HypoWave+" untersucht. In der Region Gifhorn wurde erstmals in Europa im großtechnischen Maßstab ein System mit aufbereitetem kommunalem Abwasser umgesetzt. In einem Gewächshaus wurden damit Tomaten ohne Erde kultiviert. Das aufbereitete Wasser liefert zugleich Wasser und Nährstoffe für die Pflanzen.

Für die Aufbereitung kombiniert das Institut je nach Anwendung unter anderem Membranverfahren, biologische Verfahren, Ozonierung und Photokatalyse. Auch intelligentes Monitoring spielt eine Rolle, um Verunreinigungen im Wasser zu überwachen.

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