Verbesserte Abwasserbehandlung in Küstenorten
„Adapting Wastewater Management to Seasonal Tourism Peaks in the Baltic Sea Region“ lautet der Titel eines Policy Brief, in dem EUCC-D (Die Küsten Union Deutschland e. V) zentrale Ergebnisse des Interreg-Projekts Nursecoast II zusammengeführt hat. Das Kurzdossier richtet sich an politische Entscheidungsträger auf nationaler und regionaler Ebene sowie an lokale Behörden, die für Investitionsentscheidungen im Bereich der Abwasserinfrastruktur verantwortlich sind. Ziel ist es, kommunale Entscheidungsprozesse zur Umsetzung effektiver und nachhaltiger Abwasserbehandlungslösungen in ländlichen, touristisch geprägten Küstenregionen zu unterstützen.
Hintergrund des Projekts Nursecoast-II ist die zunehmende Belastung kleiner Kläranlagen (Einwohnerwert < 2000) in küstennahen Regionen durch saisonalen Tourismus. Während der Hochsaison steigen die Abwassermengen deutlich an, was zu starken Schwankungen in der Reinigungsleistung führt und die Nährstoffbelastung der Küstengewässer der Ostsee erhöht. Diese Herausforderungen betreffen viele Tourismusdestinationen im Ostseeraum, in denen kleine Anlagen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. In sechs Pilotregionen in Polen, Litauen, Dänemark und Finnland wurden daher im Rahmen des Projekts verschiedene, auf andere Regionen übertragbare Ansätze getestet. Dazu zählen innovative Abwasserbehandlungstechnologien, die Wiederverwendung von behandeltem Abwasser, naturbasierte Lösungen sowie ein verbessertes Grau- und Schlammmanagement. Zudem wurde das Abwassermanagement in Tourismusregionen systematisch analysiert und optimiert.
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