Urbane digitale Zwillinge können Wärmeplanung der Kommunen erleichtern
Eine Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) zeigt, welche Rolle urbane digitale Zwillinge bei der Neuausrichtung der kommunalen Wärmeversorgung spielen können. Das Difu hat zusammen mit dem Fraunhofer Institut für Experimentelles Softwareengineering (IESE) analysiert, wie Kommunen mit Hilfe digitaler Zwillinge komplexe Datenlagen zusammenführen, Szenarien für eine klimaneutrale Wärmeversorgung entwickeln und Planungsentscheidungen nachvollziehbar kommunizieren können. Im Fokus der für das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) durchgeführten Studie steht die praktische Anschlussfähigkeit an kommunale Strukturen, Ressourcen und Zuständigkeiten.
Die Untersuchung gibt Kommunen Orientierung zu folgenden Fragen: Welche Funktionen digitaler Zwillinge sind für die Wärmeplanung sinnvoll? In welchen Planungsphasen können sie was leisten? Und welche organisatorischen, rechtlichen und datenbezogenen Bedingungen müssen erfüllt sein, damit sie wirklich Mehrwerte entfalten?
Die Studie zeigt, dass nicht für jede Kommune ein umfassender urbaner digitaler Zwilling sinnvoll oder notwendig ist. Insbesondere für kleinere Städte und Gemeinden mit begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen können GIS-basierte Anwendungen und niedrigschwellige Visualisierungs- und Analysewerkzeuge eine praktikable und ressourceneffiziente Lösung darstellen. Entscheidend ist nicht die Bezeichnung des Tools, sondern seine Passung an die jeweiligen Aufgaben, Datenlagen und organisatorischen Strukturen.
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