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Unterelbe: Zweite Phase des Naturschutzgroßprojekts „Krautsand“ gestartet

An der Unterelbe wird das natürliche Wassermanagement in den kommenden Jahren ausgebaut, Nebengewässer und natürliche Wasserlandschaften sollen wiederbelebt und damit ein maßgeblicher Beitrag zum Hitze- und Hochwasserschutz geleistet werden. Bundesumweltminister Carsten Schneider und der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer haben dafür Ende August 2026 einen Förderscheck übergeben: für die zweite Phase des Naturschutzgroßprojekts (NGP) „Krautsand“.

Das rund 2825 Hektar große Fördergebiet liegt im Elbeästuar, dem von Ebbe und Flut geprägten Mündungsbereich der Elbe, am Westufer der Unterelbe zwischen Wischhafen und dem Asseler Sand. Das Elbeästuar bildet den Übergang zwischen dem Flussökosystem der Elbe und dem Küstenökosystem des Wattenmeers. Ästuare sind von den Gezeiten geprägte Flussmündungsbereiche, in denen Fluss- und Meerwasser aufeinandertreffen. Ziel des Projekts ist es, die für das Ästuar typischen Lebensräume zu erhalten, zu verbessern und auszuweiten. Kern der Maßnahmen ist die Wiederherstellung einer naturnahen Tidedynamik, sodass Ebbe und Flut Teile des Fördergebietes wieder stärker prägen können. Dazu gehören unter anderem die Wiederanbindung von Prielen und Nebengewässern, die Revitalisierung von Gewässern, die Entwicklung artenreicher Grünland-Wasserlandschaften sowie Pilotprojekte für ein naturnahes Wassermanagement.

Die Bundesregierung stellt für die Umsetzungsphase des Naturschutzgroßprojekts Krautsand rund 12 Millionen Euro aus dem Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) zur Verfügung. Weitere Finanzmittel stellen das Land Niedersachsen mit rund 2 Millionen Euro sowie die Projektnehmer WWF und NABU-Stiftung Nationales Naturerbe in Höhe von rund 2 Millionen Euro bereit. Das Bundesamt für Naturschutz betreut das Projekt fachlich und administrativ.

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