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Universitätsmedizin Halle: Pilotprojekt für nachhaltiges Wassermanagement in Krankenhäusern

Ein Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Halle sucht nach neuen Wegen für ein ressourcenschonendes Wassermanagement in Krankenhäusern. Im Mittelpunkt stehen sowohl der Trinkwasserbedarf als auch innovative Verfahren zur Reinigung von Abwasser, etwa zur Entfernung von Arzneimittelrückständen und Krankheitserregern. Die Ansätze sollen direkt am Universitätsklinikum Halle (Saale) auf ihre Wirtschaftlichkeit und Effizienz hin getestet werden. Ziel ist es, praktikable Lösungen zu entwickeln, die auch auf andere Einrichtungen des Gesundheitswesens übertragbar sind.

Krankenhäuser benötigen bis zu 600 Liter Wasser pro Belegbett und Tag. Am Universitätsklinikum Halle (Saale) analysiert man im Rahmen des Vorhabens bereits seit Mitte 2025 die Wasserverbräuche und Abwasserströme genauer. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Reinigung belasteter Abwässer. Getestet werden verschiedene Filtrations- und Oxidationsverfahren. So soll auch die Entstehung multiresistenter Erreger eingedämmt werden. Darüber hinaus sollen Möglichkeiten entwickelt werden, die im Abwasser enthaltene Wärme zurückzugewinnen.

Flankierend zu den Reinigungsversuchen erfolgen Studien am Institut für Umwelttoxikologie der Universitätsmedizin Halle, um unerwünschte Effekte von Antibiotikarückständen zu untersuchen – sowohl vor als auch nach der Reinigung. Tests mit Fadenwürmern und Algen helfen dabei, die Auswirkungen genauer abzuschätzen.

Das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt Sachsen-Anhalt fördert das Projekt bis Mitte 2028 mit rund 983 000 Euro. Wichtige Partner im Projekt sind die Stabsstellen Krankenhaushygiene sowie Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz des Universitätsklinikums Halle (Saale), die Gesellschaft zur Förderung von Medizin-, Bio- und Umwelttechnologien e. V. (GMBU e.V.), das Kompetenzzentrum Wasserwirtschaft und die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH sowie Professor für Siedlungswasserwirtschaft mit dem Schwerpunkt Abwasser der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Staatssekretär Steffen Eichner (Mitte) übergibt Projektleiter Felix Glahn (links) und Jürgen Wiese (Co-Antragsteller von der Hochschule Magdeburg-Stendal) den Fördermittelbescheid für ihr Forschungsprojekt. (Foto: Universitätsmedizin Halle)

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