UN-Bericht: Wasserbedarf steigt, Angebot sinkt
Der Druck auf die Süßwasserressourcen nimmt zu, da die Nachfrage in Regionen mit Wasserknappheit steigt, erklärte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in im Dezember 2025 veröffentlichten Bericht.
Danach ist die pro Person verfügbare erneuerbare Wassermenge im letzten Jahrzehnt um sieben Prozent gesunken – von 5326 auf 5719 Kubikmeter, wie aus dem AQUASTAT Water Data Snapshot 2025 hervorgeht. Regionen wie Nordafrika, Südasien und Westasien verfügen über die geringsten Süßwasserressourcen pro Kopf, wobei Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Jemen zu den Ländern mit den geringsten gesamten erneuerbaren Wasserressourcen zählen. In mehreren Regionen ist in den letzten Jahren ein Anstieg der Süßwasserentnahmen zu verzeichnen. „Den größten Anstieg verzeichnete Nordafrika mit einem Anstieg der Süßwasserentnahmen um 16 Prozent“, heißt es in dem Bericht. Weltweit stammten die meisten Wasserentnahmen, fast 70 Prozent, aus Oberflächengewässern, während 23 Prozent dem Grundwasser entnommen werden.
Die Landwirtschaft ist nach wie vor der größte Wasserverbraucher und beansprucht weltweit rund 72 Prozent des Süßwassers. Industrie und Dienstleistungssektor folgen mit 15 bzw. 13 Prozent. In 66 Ländern wurden mehr als 75 Prozent der gesamten Süßwasserentnahme für die Landwirtschaft verwendet.
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