Umfrage: Wirtschaftliche Bedeutung von Flüssen, Auen und Mooren wird unterschätzt
Flüsse, Auen und Moore werden von vielen Menschen in Deutschland vor allem als Lebensräume wahrgenommen, ihre Bedeutung für Wirtschaft und Infrastruktur dagegen deutlich seltener erkannt. Das zeigt eine Civey-Umfrage im Auftrag der DWA.
72 Prozent der Befragten halten die Gewässer- und Moorlandschaften insbesondere als Lebensräume für Tiere und Pflanzen für wichtig. Rund 40 Prozent sehen wasserabhängige Ökosysteme als Schutz vor Dürre, Hochwasser und Wasserknappheit. Deutlich geringer ist die Wahrnehmung ihrer wirtschaftlichen Funktion: Wasser als Standortfaktor für Produktion und Transport nennt laut Umfrage nicht einmal jeder Fünfte, seine Bedeutung für Freizeit und Erholung nur etwa jeder Zehnte. Gleichzeitig bewerten 90 Prozent Flüsse und Kanäle für den Gütertransport als ebenso wichtig wie das Straßennetz. Die DWA fordert vor diesem Hintergrund, stärker in Flüsse, Auen und Moore als natürliche Infrastruktur zu investieren. Ein naturnaher Landschaftswasserhaushalt könne Wasser nach intensiven Niederschlägen zurückhalten und in Trockenzeiten wieder an Grundwasser, Bäche und Flüsse abgeben. Die wirtschaftliche Bedeutung zeigt sich auch in der Binnenschifffahrt: 2025 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 172 Millionen Tonnen Güter auf deutschen Wasserstraßen transportiert.
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20260917_004