UBA-Jugendstudie: Umwelt- und Klimaschutz weniger wichtig
Neue Ergebnisse aus der Studienreihe „Zukunft? Jugend fragen!“ des Umweltbundesamtes (UBA) zeigen, dass der Umwelt- und Klimaschutz bei den 14- bis 22-Jährigen in Deutschland weiter an Bedeutung verliert. Nur noch rund ein Drittel hält das Thema für „sehr wichtig“. 2021 war es noch die Hälfte der Befragten. Zugleich fällt der Blick auf die Zukunft von Umwelt und Klima weiter negativ aus, nur ein Viertel der Befragten ist optimistisch. Auch der gesellschaftlichen Zukunft in Deutschland insgesamt blicken die jungen Menschen mehrheitlich pessimistisch entgegen. Mit 73 Prozent der Befragten ist der Anteil deutlich höher als in den Vorjahren.
Umwelt- und Klimaschutz ist laut der aktuellen Jugendbefragung des Umweltbundesamts für 73 Prozent der Befragten ein wichtiges Thema. Der Anteil der jungen Menschen, die das Thema als „sehr wichtig^“ einstufen, ist jedoch seit 2021 von 50 auf 30 Prozent gesunken. Zudem wird es im Vergleich zu anderen politischen Themen weniger stark priorisiert. Top-Themen sind für die jungen Menschen Kriminalität und öffentliche Sicherheit (für 54 Prozent „sehr wichtig“) sowie soziale Gerechtigkeit (für 53 Prozent „sehr wichtig“). Angesichts der vielfältigen gesellschaftlichen Krisen scheint der Umwelt- und Klimaschutz weiter in den Hintergrund zu treten. Der Blick auf die Zukunft von Umwelt und Klima fällt ähnlich negativ aus wie in den früheren Jahren, 69 Prozent der Befragten sind pessimistisch. Mit Blick auf die Zufriedenheit mit Akteuren bezüglich Umwelt- und Klimaschutz zeigt sich, dass nur 26 Prozent der Befragten finden, die Bundesregierung tue genug – 69 Prozent finden, sie tue nicht genug. Ähnlich sieht es bei Industrie und Wirtschaft sowie jeder und jedem Einzelnen aus: Nur 30 Prozent sehen das Engagement beider Gruppen als genügend an. Mehr politisches Gehör für die Forderungen junger Menschen in Klimafragen wünschen sich 70 Prozent der Befragten.
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