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Studie zeigt Potenzial der Regenwassernutzung

Regen ist mehr als Wasser, das möglichst schnell abgeleitet werden muss. Richtig genutzt, wird er zur wertvollen Ressource für Städte und Gemeinden. Eine Studie des Fraunhofer ISI im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht, unter welchen ökologischen, technischen und wirtschaftlichen Bedingungen sich die Regenwassernutzung in Haushalten, Quartieren und Betrieben eignet.

Die Simulationen für Berlin, Köln und München zeigen deutliche regionale Unterschiede. Faktoren wie Bebauungsdichte, Niederschlagsmengen und deren jahreszeitliche Verteilung sowie die verfügbaren Speicherkapazitäten wurden berücksichtigt. In dicht bebauten Quartieren können große Dachflächen für die Sammlung von Regenwasser genutzt werden. Weiteres Potenzial sieht die Studie im Gewerbe. Ob Kühlung, Bewässerung oder als Produktionswasser: Eine Zwischenspeicherung kann Abflussspitzen abfedern und damit das Kanalsystem entlasten. Die Forschenden empfehlen blau-grüne Infrastruktur sowie Maßnahmen zu Rückhalt, Versickerung und Verdunstung zu kombinieren.

Der Klimawandel verschärft Nutzungskonflikte um die begrenzte Ressource Wasser: Auch in Deutschland sinken regional während Hitzewellen immer häufiger die Grundwasserpegel. Gleichzeitig steigt in solchen Phasen der Wasserbedarf von Haushalten und Landwirtschaft, die beide vorrangig Grundwasser nutzen. Vor diesem Hintergrund rückt Regen als alternative Wasserressource zunehmend in den Fokus.

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