Stadtwerke Energie Jena: Wärmeprojekt ANIKA geht weiter
Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck treiben die Nutzung von Abwasserwärme auf der zentralen Kläranlage Jena-Zwätzen voran. Für das Projekt ANIKA liegt inzwischen ein konkretes technisches Konzept vor.
Herzstück bildet eine Großwärmepumpenanlage mit einer Leistung von rund 20 Megawatt. ANIKA steht für "Abwärmenutzung mittels integrierter Kläranlage". Großwärmepumpen sollen die im gereinigten Abwasser enthaltene Wärme nutzbar machen und in das Jenaer Wärmenetz einspeisen. Im August 2025 hatte eine Machbarkeitsstudie bestätigt, dass das Vorhaben grundsätzlich technisch und wirtschaftlich umsetzbar ist. Ergänzt werden soll die geplante Energiezentrale auf dem Kläranlagengelände durch eine Power-to-Heat-Anlage und einen Wärmespeicher.
Die Investitionsentscheidung für ANIKA wird von den Stadtwerken Energie im Jahr 2027 auf Grundlage weiterer Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, des erreichten Planungs- und Genehmigungsstands sowie der verfügbaren Fördermittel getroffen. Nach aktuellem Stand könnte der Bau 2028 beginnen, die Inbetriebnahme ist für 2030 vorgesehen.
Webcode
20260930_002