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Solarfaltdach auf der Kläranlage Xanten in Betrieb

Auf der Kläranlage der LINEG (Linksniederrheinische Entwässerungs-Genossenschaft) in Xanten wurde das erste Solarfaltdach am Niederrhein in Betrieb genommen. Nordrhein-Westfalens Umweltminister Oliver Krischer startete die Anlage offiziell im Rahmen eines Besuchs vor Ort. Zukünftig werden hier rund 240 Megawattstunden Solarstrom pro Jahr klimaschonend erzeugt. Die Technologie stammt aus der Schweiz und hilft dabei, den betrieblichen CO2-Fußabdruck der LINEG nachhaltig zu senken. Das Solarfaltdach auf der Kläranlage Xanten ist die erste Photovoltaikanlage dieser Art am Niederrhein. In Deutschland sind zurzeit rund zehn solcher PV-Anlagen in Betrieb, eine davon in Nordrhein-Westfalen.

Mit einer Fläche von knapp 2000 Quadratmetern zählt die Photovoltaikanlage zu den größeren kommunalen Dachanlagen in der Region. Die 576 installierten Module erreichen eine Leistung von rund 300 Kilowattpeak. Damit kann bis zu einem Drittel des Strombedarfs der Kläranlage Xanten gedeckt werden. Das Solarfaltdach, 51 Meter lang und 38 Meter breit, überspannt das Schwachlastbelebungsbecken der Kläranlage. Die bestehende Infrastruktur wird nun doppelt genutzt – für die Abwasserreinigung im Becken und die Solarstromproduktion in rund sechs Meter Höhe darüber. Das Solarfaltdach besteht aus einer Leichtbaukonstruktion mit einem seilbasierten Tragwerk und einem patentierten Faltmechanismus. Das Funktionsprinzip entstammt der Seilbahntechnik, die Solarmodule hängen in Gruppen an Seilen und können vollautomatisch bewegt werden.

Doppelte Flächennutzung: Das neue Solarfaltdach über einem Klärbecken der Kläranlage Xanten. (Foto: LINEG/Karl Banski)

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