Anzeige

Sofortvollzug für raschen Projektstart des Energiespeichers Riedl beantragt

Die Donaukraftwerk Jochenstein AG hat am 2. Juni 2026 beim Landratsamt Passau die Anordnung der sofortigen Vollziehung des Planfeststellungsbeschlusses für den Energiespeicher Riedl beantragt. Dieser Schritt ermöglicht die Projektumsetzung parallel zu den laufenden Klageverfahren, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Energiespeicher Riedl ist als europäisches Projekt von gemeinschaftlichem Interesse („Project of Common Interest“) ein wichtiger Baustein für die Energiezukunft in Bayern und Österreich. Mit einer Speicherkapazität von 3,5 Gigawattstunden und einer Leistung von mehr als 300 Megawatt leiste das Pumpspeicherkraftwerk einen unverzichtbaren Beitrag zur Integration der volatilen erneuerbaren Energien durch die Stabilisierung des Stromnetzes.

Gegen den Planfeststellungsbeschluss liegen derzeit drei Klagen beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof vor. Diese haben grundsätzlich aufschiebende Wirkung, wodurch der Planfeststellungsbeschluss nicht vollziehbar ist. Ohne die beantragte Anordnung der sofortigen Vollziehung würde das Projekt um mehrere Jahre verzögert: Eine Inbetriebnahme des Energiespeichers Riedl könnte erst Mitte des nächsten Jahrzehnts erfolgen.

Webcode

20260610_010