Smart City Dresden: Digitaler Zwilling zur Simulation von Unwetterereignissen
Das Modellprojekt Smart City der Technischen Universität Dresden (TUD) und der Landeshauptstadt Dresden hat den Prototyp einer digitalen 3D-Anwendung veröffentlicht, mit deren Hilfe Unwetter und ihre Auswirkungen besser eingeschätzt werden können. Der digitale Zwilling Dresdens bildet ein reales Modell der Stadt ab. Er simuliert die Folgen bei Starkregen von rund 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter und Stunde und zeigt mögliche Schäden an Wohngebäuden im Stadtgebiet auf. Zusätzlich sind Messdaten zum Niederschlag, zu Wasserständen an Gewässern und der Lufttemperatur abrufbar. Die damit errechneten Szenarien verdeutlichen Zusammenhänge und liefern wertvolle Impulse für die Stadtplanung.
Entwickelt wird der digitale Starkregenzwilling am Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik der TUD. Die Projektleitung liegt beim Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden. Ein Team der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) erarbeitet Werkzeuge zur 3D-Visualisierung und Schadensberechnung von Wohngebäuden. Daten liefern unter anderem das Amt für Geodaten und Kataster sowie die Stadtentwässerung Dresden. Das Modell soll zukünftig um ein Frühwarnsystem und Sensorik zum Ermitteln von Überflutungen in Bahnunterführungen erweitert werden.
Das Projekt ist Teil des bundesweiten Förderprogramms Modellprojekte Smart Cities der deutschen Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert.
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