Ab Frühjahr 2027 wird in den zweiten Bauabschnitt der Castroper Straße zwischen Planetarium und Stadion investiert. Bochum macht damit einen weiteren großen Schritt Richtung klimarobuste Stadt.
Wie ein Schwamm sollte eine Stadt mit ihren Straßen, Plätzen oder Dächern Regenwasser aufnehmen, zwischenspeichern und wieder abgeben können. Der Umbau von Flächen nach diesem Konzept trägt den Folgen des Klimawandels Rechnung und bedeutet Starkregen- und Hitzevorsorge.
„Die Stadt Bochum ist ein engagiertes Mitglied der Zukunftsinitiative Klima.Werk und nimmt eine Vorreiter-Rolle ein", sagte Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, anlässlich der Übergabe des aktuellen Förderbescheids in Höhe von rund sechs Millionen Euro für Schwammstadt-Projekte in Bochum. „Die Stadt begreift Regenwasser als Ressource und setzt auf innovative Techniken bei der Klimaanpassung, zum Beispiel bei Baumrigolen", so Uli Paetzel weiter. Das Regenwasser von Straßen-, Park, Gehweg- und Dachflächen wird nicht mehr zusammen mit Abwasser in die Kanalisation eingeleitet, sondern kann über Mulden-Rigolen-Systeme oder entsiegelte Flächen versickern. Unter Straßenbäumen werden ebenfalls Rigolen (Speicherkästen) verbaut, in denen Niederschlag zwischengespeichert wird, um die Bäume mit Wasser zu versorgen. Rund zwei Millionen Euro Förderung sind für den Umbau dieser Straße und die Begrünung des Wattenscheider Rathaus-Daches vorgesehen. Die Dachbegrünung dient ebenfalls dem Regenwasser-Rückhalt und sorgt über die Verdunstung der Pflanzen und ihre dämmende Wirkung für mehr Kühlung außen und innen. Die Arbeiten für die Dachbegrünung sollen im Sommer 2028 starten.