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Schwimmende Photovoltaikanlage auf Baggersee genehmigt

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat eine 1,5 Hektar große schwimmende Photovoltaikanlage (Floating-PV) für die Kiesgrube Groß-Rohrheim genehmigt. Die Anlage der Firma Alois Omlor GmbH entsteht auf dem sogenannten aktiven Abgrabungsgewässer – umgangssprachlich Baggersee genannt. Die neue Floating-PV erzeugt jährlich etwa 1,38 Millionen Kilowattstunden Strom und kann damit rund 60 Prozent des Eigenbedarfs der ebenfalls genehmigten neuen Anlage zur Aufbereitung der gewonnenen Sande und Kiese decken. Außerhalb der Betriebszeiten ist geplant, überschüssigen Photovoltaikstrom in das Netz des Versorgers einzuspeisen.

Auf künstlich entstandenen Gewässern dürfen gemäß den gesetzlichen Regelungen Solaranlagen nicht mehr als 15 Prozent der Gewässerfläche bedeckten und müssen einen Abstand von 40 Metern zum Ufer einhalten. Innerhalb dieses Rahmens können die Potenziale von Seeflächen genutzt werden. Im genehmigten Fall bedeckt die Anlage circa vier Prozent der aktuellen Seefläche.

Deutschlands größte Floating-PV mit einer Fläche von 16 Hektar sollte auf dem Cottbuser Ostsee entstehen; hier gab es allerdings technische Schwierigkeiten.

Beispiel für schwimmende Photovoltaik (Foto: Jan Oelker/Fraunhofer ISE)

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