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Schleswig-Holstein: Aufbau eines landeseigenen Spurenstoffzentrums gestartet

Das Land Schleswig-Holstein und die Technische Hochschule Lübeck starten ein gemeinsames dreijähriges Forschungs- und Entwicklungsprojekt zum Aufbau und Betrieb eines landeseigenen Spurenstoffzentrums. Das Zentrum soll Innovation, Umsetzung europäischer Vorgaben und einen zukunftssicheren Umgang mit Wasser im Umfeld von Siedlungen miteinander verbinden. Das Spurenstoffzentrum wird dabei unterstützen, die wachsenden europäischen Anforderungen, etwa aus der Kommunalabwasserrichtlinie, fachlich fundiert und praxisnah umzusetzen, und die flächendeckende Einführung der 4. Reinigungsstufe wissenschaftlich begleiten. Dabei sollen fundierte Empfehlungen zur Verfahrensauswahl sowie zur Auslegung und zum Betrieb der 4. Reinigungsstufe entstehen, die sowohl den Vorgaben der Kommunalabwasserrichtlinie als auch der Wasserrahmenrichtlinie entsprechen. Gleichzeitig werden neue technologische Entwicklungen begleitet und landesspezifische Fragestellungen weiter vertieft.

Das Zentrum verknüpft Forschung und Praxis direkt miteinander. Im Rahmen der Arbeiten des Spurenstoffzentrums werden Studierende frühzeitig in die praxisnahen Projekte eingebunden. Sie arbeiten an aktuellen Fragestellungen, sammeln Erfahrung im Betrieb von 4. Reinigungsstufen und lernen, wissenschaftliche Erkenntnisse in anwendbare Lösungen zu übersetzen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Wissenstransfer in die Fläche: Erkenntnisse aus dem Spurenstoffzentrum werden über Leitfäden, Fachveranstaltungen und den engen Austausch mit Betreibern, Verwaltung und Politik aktiv in die Praxis getragen, sodass das gesamte Land von der Forschung profitiert.

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