Ruhrverband belüftet Ennepetalsperre zum Schutz der Fische
Der Ruhrverband sorgt sich um die Fische in der Ennepetalsperre. Vorsorglich wird deshalb ab sofort das Tiefenwasser der Talsperre mit reinem Sauerstoff angereichert. Damit soll verhindert werden, dass der Sauerstoffgehalt in den kommenden Wochen zu stark absinkt und insbesondere kälteliebende Fischarten gefährdet werden.
Entscheidend für die natürliche Erholung des Sauerstoffgehalts im Tiefenwasser sind die jahreszeitlichen Veränderungen. Mit sinkenden Temperaturen, stärkeren Winden und zunehmenden Zuflüssen wird die im Sommer ausgeprägte Temperaturschichtung des Talsperrenwassers nach und nach durchmischt. Dabei kann sich auch der nahezu sauerstofffreie Bereich in der Sprungschicht zwischen dem kalten Tiefenwasser und dem wärmeren Oberflächenwasser auflösen.
Über 200 Meter lange Leitungen wird reiner Sauerstoff in die Ennepetalsperre und die Möhnetalsperre gepumpt. Der Ruhrverband betont, dass es sich um eine Vorsorgemaßnahme handelt. Zudem werde die Qualität des Wassers in den Talsperren nicht beeinträchtigt.
Kritische Sauerstoffsituationen treten in den Ruhrverbandtalsperren inzwischen häufiger auf. Der Ruhrverband bringt dies auch mit klimabedingten Veränderungen und längeren Phasen der Temperaturschichtung in Verbindung.
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