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Richtfest für neue Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Bielefeld

Beim Bau der neuen Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage (KVA) auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage (MVA) in Bielefeld wurde im April 2026 das Richtfest für das KVA-Gebäude gefeiert. Der Bau verläuft nach Mitteilung der Bauherren planmäßig, der Hochbau ist weitgehend abgeschlossen.

Die Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage ist ein Gemeinschaftsprojekt der MVA Bielefeld-Herford GmbH und der Klärschlammverwertung OWL GmbH (KSV OWL). „Die bei der Abwasserbehandlung anfallenden Klärschlämme von mehr als 100 Kläranlagen der Gesellschafter der KSV OWL aus ganz Ostwestfalen-Lippe und angrenzenden Gebieten Niedersachsens stellen die Mengenbasis für die Auslastung der KVA dar“, sagt Lars Helmer, Geschäftsführer der KSV OWL. Die KVA ist auf eine Verbrennung von bis zu 35 000 Tonnen Klärschlamm in Trockensubstanz pro Jahr ausgelegt, was einem Durchsatz von bis zu 140 000 Tonnen Originalsubstanz entspricht. Herzstück der Anlage ist ein Wirbelschichtofen mit einer Feuerungswärmeleistung von 12,5 Megawatt, der bereits zu großen Teilen installiert ist.

Die bei der Verbrennung entstehende Energie wird künftig zur Erzeugung von Fernwärme genutzt. Damit können bis zu 4400 Haushalte versorgt werden. Zudem schafft die Monoverbrennung die Voraussetzung, den in der Klärschlammasche enthaltenen Phosphor zurückzugewinnen. Die Anlage soll spätestens zum Ende des Jahres 2027 in den Regelbetrieb überführt werden.

Richtfest für die neue Klärschlamm Monoverbrennungsanlage in Bielefeld (Foto: KSV OWL)

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