Rheinwassertransportleitung: Startschuss für das Rheinische Seenland
Im Rheinischen Revier hat der Bau der Rheinwassertransportleitung, einer Leitung für die abschließende Rekultivierung der Tagebaue begonnen. Der symbolische erste Spatenstich für die Bau der Leitung wurde am 17. März 2026 gesetzt. In wenigen Jahren endet die Braunkohleförderung und -nutzung im Rheinischen Revier. Mit dem Bau der Rheinwassertransportleitung setzt RWE nun die Vorgaben der Braunkohlenplanung des Landes Nordrhein-Westfalen um, die für eine abschließende Rekultivierung der Tagebaue Hambach und Garzweiler die Schaffung großer Seen vorsieht. Nach einer Bauzeit von rund fünf Jahren soll die Rheinwassertransportleitung im Jahr 2030 fertiggestellt sein und die Befüllung des Tagebaus Hambach beginnen, 2036 folgt Garzweiler. Der Tagebausee Inden wird ab 2030 mit Wasser aus der nahen Rur befüllt. Dadurch entsteht das Rheinische Seenland.
Das unterirdische Leitungssystem der Rheinwassertransportleitung mit einer Trassenlänge von rund 45 km besteht aus Stahlrohren mit Durchmessern von 2,20 und 1,40 Metern. Entlang der Strecke werden Bauwerke errichtet, die für den Betrieb der Leitung erforderlich sind. Je nach örtlichen Anforderungen kommen unterschiedliche Bauweisen zum Einsatz: Offene Bauweise auf freien Flächen, geschlossene Bauweise mit unterirdischem Vortrieb bei der Querung von Deichen, Straßen, Bahnstrecken oder sensiblen Schutzgebieten. Die Trasse der Rheinwassertransportleitung verläuft überwiegend über landwirtschaftliche Flächen sowie entlang bestehender Infrastrukturen, wie dem „Speedway“, die frühere Fernbandtrasse vom Tagebau Hambach zu den rekultivierten Tagebauen Bergheim und Fortuna.
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