Renaturierungsprojekt soll Werra und Auen stärker verbinden
Die Werra und ihre Auen im Wartburgkreis sollen im Rahmen des Projekts "Blaues Band trifft Grünes Band" ökologisch aufgewertet werden. Auf einer rund zehn Kilometer langen Strecke zwischen Heldra und Frankenroda sind unter anderem flachere Ufer, neue Auengewässer und Seitenarme sowie Flachwasserzonen vorgesehen. Auch Uferbefestigungen sollen zurückgebaut und Kiesinseln angelegt werden. Davon überzeugten sich heute Anke Leue und Sabine Riewenherm, die Präsidentinnen der Generaldirektion Wasserstraßen- und Schifffahrt (GDWS) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), bei einem Projektbesuch in Frankenroda.
Sabine Riewenherm, Präsidentin des BfN: „Wo einst die Grenze teilte, wird heute Flusslandschaft neu verbunden.” Der Projektbesuch verdeutlichte eindrücklich, dass eine nachhaltige Entwicklung der Bundeswasserstraßen nur in engem Schulterschluss zwischen Naturschutz und Wasserstraßenverwaltung gelingen kann. Das Vorhaben wird von der Stiftung Naturschutz Thüringen gemeinsam mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser im Bundesprogramm Blaues Band Deutschland (BBD) umgesetzt. Es verbindet Maßnahmen zur naturnahen Aufwertung der Werra und ihrer Auen mit einer nachhaltigen Entwicklung der Bundeswasserstraße. Das Projektgebiet liegt in einem ökologisch besonders wertvollen Bereich am Grünen Band Thüringen und trägt dazu bei, den überregionalen Biotopverbund entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und der Werra weiter zu stärken.
Das Gesamtbudget von 3,2 Millionen Euro steht bis 2030 zur Verfügung, wovon rund 2,7 Millionen Euro das Bundesamt für Naturschutz aus Mitteln des Bundesumweltministeriums bereitstellt. Die Stiftung übernimmt rund 420.000 Euro, die Stadt Treffurt und das Land Thüringen stellen Flächen für das Projekt zur Verfügung. Das Projektgebiet umfasst 27,5 Hektar der Werraauen. Die Werra kann sich auf einer Strecke von rund 10 Kilometern in der Gemeinde Treffurt wieder frei entfalten.
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