Regionalpakt Wupper: Gemeinsam Hochwasservorsorge im Wuppergebiet weiterentwickeln
Für das 813 Quadratkilometer große Einzugsgebiet der Wupper wird der Regionalpakt Hochwasserschutz Wupper erarbeitet. Dieser ist die Weiterführung des Flussgebietsmanagements, wie es im Wupperverband von der Quelle bis zur Mündung bereits seit vielen Jahrzehnten erfolgreich praktiziert wird. Beteiligt an dem neuen Vorhaben sind neben dem nordrhein-westfälischen Umweltministerium und dem Wupperverband als dem zuständigen Wasserwirtschaftsverband die Bezirksregierungen, die Vertreterinnen und Vertreter der 22 Kommunen sowie der Kreise und auch viele relevante Akteure aus dem Wuppergebiet wie Unternehmen, Landwirtschaft, Umweltorganisationen und viele andere.
Ziel des Pakts ist, Maßnahmen besser abzustimmen, schneller zu planen und umzusetzen sowie Kommunen und Verbände gezielt zu unterstützen. Der Pakt verbindet bauliche Lösungen wie Deiche und Rückhaltebecken mit naturnahen Ansätzen, zum Beispiel wenn Flüssen im Rahmen des „grünen Hochwasserschutzes“ wieder mehr Raum gegeben wird. Finanziell will das Land Nordrhein-Westfalen Kommunen sowie Wasser- und Deichverbände unterstützen. Ein zentraler Punkt ist die Verfügbarkeit von Flächen für Schutzmaßnahmen. Vorgesehen sind Lösungen im Konsens – etwa Flächentausch oder Entschädigungen – ergänzt durch ein gesetzliches Vorkaufsrecht. Mehr Tempo sollen außerdem vereinfachte Genehmigungen und eine digitale Plattform bringen.
Der Pakt wird in den kommenden Monaten kooperativ weiter ausgearbeitet und schließlich gemeinsam verabschiedet. Der Zeitplan sieht vor, dass die Unterzeichnung im ersten Quartal 2027 erfolgen kann.
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20260601_004