Polen: Sechs Festnahmen wegen Betrug im Zusammenhang mit Hochwasserentschädigung
Auf Antrag der Europäischen Staatsanwaltschaft (EUStA) in Katowice (Polen) wurden Ende August 2026 sechs Personen im Rahmen einer Untersuchung wegen Betrugsverdachts im Zusammenhang mit Hochwasserentschädigung festgenommen. Zwischen Dezember 2024 und November 2025 reichten Vertreter von drei Unternehmen Entschädigungsanträge ein, die durch Dokumente unterstützt wurden, mit denen Verluste während der Überschwemmungen, die im September 2024 den Südwesten Polens verwüsteten, bescheinigt werden sollten. Nach den Feststellungen der EUStA könnten diese Behauptungen jedoch betrügerisch gewesen sein, da die Überschwemmungen nie die Räumlichkeiten der betroffenen Unternehmen erreichten. Dennoch zahlte die Karkonoska Regional Development Agency S.A. (KARR), eine regionale Agentur, die EU-finanzierte Programme verwaltet und kleine und mittlere Unternehmen und Unternehmer unterstützt, mindestens 900 000 Euro in Form von Darlehen an die Antragsteller, einschließlich nationaler und EU-Mittel. Zu den sechs Verdächtigen gehören Vertreter der untersuchten Unternehmen und ein ehemaliger leitender Beamter der KARR. Sie wurden wegen Subventionsbetrugs und falscher Angaben zur Erlangung der Kredite angeklagt.
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