NRW startet Initiative zur Entsiegelung von Flächen
Quartier „City Süd" in Euskirchen
Weniger Beton, mehr Grün: So lautet das Motto in Nordrhein-Westfalen. Umweltminister Oliver Krischer sagt in einer Pressemitteilung: „Jeder Quadratmeter, den wir entsiegeln und begrünen, hilft den Menschen in unseren Städten.“ Das Land bündelt daher seine Aktivitäten zur Entsiegelung von Flächen in einer Initiative.
Rund 12,4 Prozent der Fläche in Nordrhein-Westfalen sind versiegelt. Diese Böden heizen sich im Sommer stark auf und nehmen kaum Regenwasser auf. Das verstärkt die Hitze in den Städten und erhöht die Gefahr von Überflutungen. Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr startet nun gemeinsam mit dem Trägerkreis „Allianz für die Fläche“, einem Bündnis von rund 30 Fachleuten, eine Entsiegelungsinitiative. Sie soll die zahlreichen Fördermöglichkeiten, Best Practice-Beispiele, Initiativen und Hilfestellungen bündeln, damit sie in immer mehr Orten im Land genutzt werden. Oliver Krischer stellte die Initiative am Freitag in Euskirchen vor. Dort entsteht auf dem sanierten Gelände eines ehemaligen Gaswerks das Quartier „City Süd" auf rund 6 000 Quadratmetern. Die Fläche war zuvor vollständig überbaut; Boden und Grundwasser durch die vorherige Nutzung stark belastet. Wohnungen, Büros, ein Hotel und eine Kita finden sich nun auf dem sanierten Gelände. „Die Stadt Euskirchen versucht, jede Möglichkeit zum Verzicht auf Flächenversiegelung zugunsten von mehr Grün in der Innenstadt zu nutzen. Gerade erst ist nach dem flutbedingten Abriss des City-Forums mit dem Klostergarten eine große Grünfläche im Herzen von Euskirchen entstanden und auch die City-Süd soll zukünftig Raum für grüne Oasen bieten“, sagte Bürgermeister Sacha Reichelt. Das selbst erklärte Ziel: Die Bodenversiegelung soll bis 2030 gegenüber dem Stand von 2024 reduziert werden. Der Trägerkreis „Allianz für die Fläche“ setzt sich seit 2006 für einen sparsamen Umgang mit Flächen in Nordrhein-Westfalen ein.
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