Niedrigwasser belastet die Gewässerökologie
Die Landesanstalt für Umwelt in Baden-Württemberg (LUBW) meldet, dass sich der Wassermangel in Flüssen und Seen trotz Herbstbeginn weiter verschärft hat. Rhein, Donau und Neckar liegen weiterhin in Niedrigwasserstufe 2 "extrem niedrig". Nach Angaben der LUBW ist das Niedrigwasser stärker ausgeprägt als im bisherigen Rekordjahr 2018.
Normalerweise erreicht der Bodensee seinen jährlichen Tiefststand im Februar oder März. Der jemals niedrigste gemessene Wasserstand des Bodensees stammt aus dem Jahr 1858: Ende Februar/Anfang März wurden 226 Zentimeter gemessen. Seinen jährlichen Höchststand erreicht der Bodensee üblicherweise im Juni oder Juli. In diesem Jahr blieb dieser typische sommerliche Anstieg weitgehend aus. „Nun, Ende September, liegt der Wasserstand niedriger als im vergangenen Frühjahr, das ist eine außergewöhnliche und untypische Entwicklung“, verdeutlicht Dr. Ulrich Maurer, Präsident der LUBW, die Situation.
Landesweit fielen vorläufig nur 19 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das sind rund 27 Prozent des Septembermittels. Damit dürfte der September 2026 in Baden-Württemberg zu den fünf trockensten Septembermonaten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 zählen. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung am Rhein. Am 28. September lag der Pegel Maxau bei 283 Zentimetern und damit 178 Zentimeter unter dem langjährigen Mittel für diesen Tag.
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