Niedersachsen stärkt Krisenvorsorge in der Wasserwirtschaft
Eine sichere Trinkwasserversorgung und eine funktionierende Abwasserbeseitigung gehören zu den elementaren Grundlagen der Funktionsfähigkeit unserer Gesellschaft. Angesichts zunehmender Risiken durch Cyberangriffe, Sabotagehandlungen sowie sonstige Krisenlagen gewinnt die Resilienz wasserwirtschaftlicher Infrastrukturen weiter an Bedeutung. Vor dem Hintergrund dieser veränderten sicherheitspolitischen Lage hat das Niedersächsische Umweltministerium heute Vertreterinnen und Vertreter aus Wasserwirtschaft, Kommunen, Verbänden und Landesverwaltung zum Sicherheitspolitischen Dialog Wasserwirtschaft nach Hannover eingeladen.
Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer betonte: „Eine sichere Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung sind elementare Lebensgrundlagen und gehören zu den kritischen Infrastrukturen unseres Landes. Die veränderte Sicherheitslage stellt auch die Wasserwirtschaft vor neue Herausforderungen. Darauf müssen wir vorbereitet sein – vom Schutz der Anlagen bis zur Frage, wie wir die Versorgung bei einem Ausfall schnell wieder sicherstellen können. Das gelingt nur gemeinsam. Wir brauchen klare Verantwortlichkeiten und eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit von Betreibern, Kommunen, Wasser- und Sicherheitsbehörden. Die Sicherung unserer Wasserinfrastruktur ist eine Investition in unsere Sicherheit und Gesundheit.“
Sicherheit und Resilienz als gemeinsame Aufgabe
Wie umfassend die Anforderungen an die Betreiber inzwischen sind, zeigt das Beispiel der Harzwasserwerke. Lars Schmidt, Kaufmännischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke: „Als Betreiber kritischer Infrastruktur tragen wir mit der Trinkwasserversorgung von rund zwei Millionen Menschen in Niedersachsen und Bremen eine besondere Verantwortung. Bei einem weit verzweigten System mit Talsperren, Wasserwerken und mehr als 500 Kilometern Leitungsnetz können wir uns aber nicht allein auf den physischen Schutz unserer Anlagen verlassen. Resilienz bedeutet deshalb auch, auf mögliche Ausfälle vorbereitet zu sein und die Versorgung schnellstmöglich wieder sicherzustellen. Die steigenden Anforderungen sind mit erheblichen Investitionen verbunden. Umso wichtiger ist es, Sicherheit und Resilienz als gemeinsame Aufgabe von Staat und Betreibern kritischer Infrastruktur zu verstehen“.
Der Sicherheitspolitische Dialog Niedersachsen bringt Akteurinnen und Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kommunen und weiteren Bereichen zusammen. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit des Landes gegenüber Krisen und sicherheitspolitischen Herausforderungen zu stärken und die Zusammenarbeit beim Schutz kritischer Infrastrukturen weiter auszubauen. Die Ergebnisse der Veranstaltung fließen in die weitere Arbeit des Sicherheitspolitischen Dialogs Niedersachsen ein.
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