Niedersachsen: Masterplan Wasser vorgestellt
Die Klimakrise stellt die Kommunen und die Wasserwirtschaft vor enorme Herausforderungen. Niedersachsen reagiert darauf mit dem Masterplan Wasser, den Umwelt- und Klimaschutzminister Christian Meyer am 15. Juli 2026 in Hannover vorgestellt hat. Der Masterplan bündelt erstmals zentrale Strategien zum Wassermengenmanagement, zum Hochwasser- und Küstenschutz sowie zur Verbesserung der Wasserqualität. Er enthält konkrete Maßnahmen wie zum Beispiel das landesweite Grundwasserströmungsmodell, das wichtige Erkenntnisse für ein ganzheitliches Verständnis des Wasserhaushalts in Niedersachsen liefert, die Entsiegelung von Flächen für mehr Wasserrückhalt oder die nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen.
Die drei zentralen Handlungsfelder des Masterplans Wasser sind:
1. Nachhaltiges Wassermengenmanagement
Kernziel ist es, Wasser stärker in der Fläche zu halten und natürliche Speicher zu fördern. So sollen Nutzungskonflikte frühzeitig ausgeglichen, die langfristige Versorgung gesichert und klimaresiliente Ökosysteme stabilisiert werden. Unter anderem durch die naturnahe Umgestaltung von Bächen und Flüssen wird der Abfluss von Wasser verzögert, was insbesondere in Niedrigwasserphasen einen wichtigen Beitrag zur Klimafolgenanpassung leistet.
2. Schutz vor Wasser
Zunehmende Extremwetterereignisse wie Starkregen, Hochwasser und steigende Meeresspiegel erfordern eine intensivere Vorsorge. Der Masterplan setzt daher auf ein integriertes Risikomanagement, um Schäden zu minimieren und die Sicherheit für Bevölkerung, Infrastruktur und Natur deutlich zu erhöhen.
3. Schad- und Nährstoffe reduzieren
Viele Gewässer sind durch Einträge von Nährstoffen und Schadstoffen belastet. Der Masterplan stärkt deshalb den Gewässerschutz und zielt auf eine nachhaltige Verbesserung der Wasserqualität ab. Dazu gehört auch die weitere Umsetzung der Gewässerrandstreifen im Rahmen des Niedersächsischen Wegs. Dazu ist ein neues Programm mit Landwirtschaft und Umwelt zur ökologischen Aufwertung dieser Streifen an Gewässern in Höhe von 10 Millionen Euro jährlich geplant.
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