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Niedersachsen: 65 Millionen Euro für Dümmer-Sanierung

Der Dümmer, zweitgrößter See Niedersachsens, soll saniert werden. Auf Beschluss der Haushaltsklausur der Landesregierung sollen die Sanierung und der Bau eines Großschilfpolders auf 200 Hektar mit rund 65,3 Millionen Euro finanziell abgesichert werden. Der Schilfpolder soll dazu beitragen, die partikelgebundenen Nährstoffeinträge in den See, vor allem Phosphor, zu reduzieren. Mit dem Polder soll nicht nur die Gewässerqualität verbessert werden, der Polder dient auch dem Wasserrückhalt in der Fläche in Niedrigwasserphasen sowie dem Hochwasserrückhalt bei Starkregenereignissen. Der Dümmer hat eine Fläche von 13 km² und ist bei einer mittleren Tiefe von nur 1,1 m ein extremer Flachsee. Hohe Nährstoffeinträge aus dem auf über 200 km² intensiv landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebiet der Oberen Hunte führten bereits in den 1950er-Jahren zu einem sehr starken Rückgang der Röhrichtbestände und zum Verschwinden der ehemals flächendeckenden Unterwasservegetation und der Binseninseln im See. Insbesondere die hohen diffusen, aber auch punktuelle Phosphoreinträge aus dem Einzugsgebiet des Dümmers, bedingen, dass der See sich seit Jahren in einem schlechten ökologisch Zustand gemäß Wasserrahmenrichtlinie befindet.

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