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Neue Sperren werden zum Schutzwall für seltene Steinkrebse

Novum in der Oberpfalz

verblechter Absturz im Gewässer
Ein verblechter Absturz im Gewässer soll verhindern, dass invasive Arten einwandern. Quelle: LfU, D. Krapfenbauer

In der Oberpfalz gibt es nur noch sehr wenige Bestände der stark bedrohten einheimischen Steinkrebse. Nun wurden Maßnahmen ergriffen, um eine wertvolle Population in einem Schutzgebiet zu bewahren.

Zwei neue Krebssperren schützen seit Anfang September die einheimischen Flusskrebse. Die Barrieren befinden sich im sogenannten FFH-Gebiet "Bachtäler im Falkensteiner Vorwald". FFH steht dabei für Fauna-Flora-Habitat-Gebiet. Darunter versteht man besonders geschützte Gebiete innerhalb des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Sie sollen bestimmte Lebensräume sowie gefährdete Tier- und Pflanzenarten dauerhaft erhalten. Die heimischen Tiere sind durch invasive Flusskrebsarten gefährdet, die die tödliche Krebspest einschleppen können. Die Sperren verhindern, dass neue Tiere in die Rückzugsräume vordringen.

Um welche Sperren handelt es sich?

Bei den Sperren handelt es sich um verblechte Abstürze im Gewässer. Durch die glatten Flächen können invasive Arten die Barrieren nicht kletternd oder schwimmend überwinden. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt sind es die ersten Krebssperren dieser Art in der Oberpfalz. Bayernweit sind sowohl Stein- als auch Edelkrebse bedroht.

Krebssperre Frontalansicht
Krebssperre Frontalansicht: Eine der zwei ersten Krebssperren in der Oberpfalz zum Schutz der heimischen Steinkrebsbestände. Quelle: LfU, D. Krapfenbauer

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