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Neue Methode soll Seegraswiesen in der Ostsee zurückbringen

Seegras hat großes Potenzial im Hinblick auf Küsten- und Klimaschutz sowie für den Erhalt der Biodiversität. Die natürlichen Bestände an der Ostseeküste sind jedoch bedroht, die Wiederanpflanzung ist aufwendig. Der Verein „Rewilding Oder Delta“ will das ändern.

In einem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekt erprobt er aktuell vor Usedom eine innovative Methode zur Wiederansiedlung der Pflanze. Angespültes Seegras wird genutzt, um sogenannte Aufwuchsträger zu erstellen und diese mit Sand zu füllen. Sie halten die Pflanzen zunächst am Meeresboden, bis diese dort Wurzeln schlagen. Nach wenigen Wochen sollen sich die Träger rückstandslos abbauen. Zwischen Rügen und Usedom wurden drei jeweils 20 Quadratmeter große Testflächen ausgewählt. Seegras bindet große Mengen an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) und filtert Schad- und Nährstoffe aus dem Wasser. „Die Pflanze bietet Lösungspotenziale für Probleme, mit denen Umwelt, Meer und insbesondere Ufergebiete konfrontiert sind“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.

Seegraswiesen bieten Lebensraum für zahlreiche Arten, stabilisieren Küstenbereiche, filtern Nähr- und Schadstoffe aus dem Wasser und binden Kohlendioxid. Natürliche Bestände in der Ostsee stehen unter anderem durch Nährstoffeinträge, Klimawandel und menschliche Eingriffe unter Druck.

Seegras in Trägerschläuche aus getrocknetem Seegras
Das Seegras wird zunächst in Trägerschläuche aus getrocknetem Seegras gepflanzt. Die mit Textilfasern gebundenen Träger bauen sich nach einiger Zeit ab. Ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördertes Projekt untersucht die innovative Wiederansiedlung von Seegras. Foto: James Shooter

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