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NABU-Studie: Naturnahe Flüsse stärken Wasserhaushalt, Klima und Biodiversität

Flüsse brauchen mehr Raum, um bei Starkregen verheerende Fluten abzuwehren und bei Dürre als natürliche Schwämme zu dienen. Doch wie kann das gelingen? Der Nabu hat am Beispiel der Unteren Havelniederung Leitlinien erarbeitet.

Natürliche Strukturen eines Flusses haben einen großen Nutzen für Wasserhaushalt, Klimaschutz und biologische Vielfalt. Renaturierungsmaßnahmen helfen, dieses Gleichgewicht wiederherzustellen. Das NABU-Institut für Fluss- und Auenökologie (IFA) hat dazu in Berlin eine neue Studie vorgestellt. Die Forschenden bewerteten zwölf Maßnahmentypen. Untersucht wurde unter anderem, wie gut sie Kohlenstoff speichern, Wasser in der Landschaft zurückhalten und den Austausch zwischen Fluss, Aue und Grundwasser fördern.

Naturnahe Gestaltung als Hebel

Laut der Studie wirken Maßnahmen, die Gewässermorphologie und hydraulische Verhältnisse großräumig wieder naturnäher gestalten. Dazu zählen

  • die Wiederanbindung von Altarmen und Flutrinnen
  • die Entwicklung von Auenwäldern
  • der Rückbau von Uferbefestigungen
  • sowie eine größere Eigendynamik für Flüsse.

Gezielt angelegte Flussinseln können ebenso neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen schaffen. Der NABU betont, dass nicht jede Maßnahme alle Funktionen gleichermaßen erfüllt. Fischaufstiegsanlagen verbessern zwar die Durchgängigkeit für wandernde Arten, leisten laut der Studie jedoch nur einen geringen Beitrag zu Klimaschutz- und Wasserhaushaltsfunktionen. Die Empfehlungen aufgrund der Analyse an der Unteren Havel dienen als Orientierung. Standortbedingungen müssten individuell betrachtet werden.

Zur Studie

Webcode

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