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Möhne soll auf 460 Metern wieder naturnah fließen

Der Ruhrverband plant einen rund 460 Meter langen Abschnitt der Möhne zu renaturieren. Der bislang weitgehend geradlinig verlaufende und befestigte Fluss soll wieder in seine ursprüngliche Aue verlegt werden. Start der Bauarbeiten ist im September 2027.

Mit der Verlegung der Möhne in ihre ursprüngliche Aue setzt der Ruhrverband an dieser Stelle die Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie um, die einen „guten ökologischen Gewässerzustand“ fordert. Dieser Zustand ist in dem ausgebauten Gewässerabschnitt nicht gegeben, weil die Tier- und Pflanzenarten fehlen, die in einem naturnahen Fluss in dieser Region typischerweise vorkommen würden. Helfen werden Schotterbänke, Kolke, Aufweitungen und unterschiedlich durchströmte Wasserzonen. Zunächst wird der Boden für das neue Profil ausgehoben und zwischengelagert. Nach Fertigstellung des neuen Gewässerlaufs kann das bestehende Profil mit dem Bodenaushub verfüllt werden, wobei die Grundstücksentwässerung des angrenzenden Wohngebietes über einen Graben sichergestellt wird.

Die Möhneaue in Völlinghausen liegt in einem Bereich, der als Europäisches Vogelschutzgebiet und Flora-Fauna-Habitatgebiet ausgewiesen ist und von der Entwicklung eines intakten Ökosystem nach Abschluss der Renaturierung profitieren wird.

Naturferner Ausbau des Möhneflusses im Jahr 1982 (Foto: Archiv Ruhrverband)

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