Markus Schröder 70 Jahre
Am 12. September 2026 vollendet Prof. Dr.-Ing. Markus Schröder, Ehrenmitglied und früher Vizepräsident der DWA, sein 70. Lebensjahr. Markus Schröder ist Beratender Ingenieur und war bis Ende 2023 Geschäftsführender Gesellschafter der Tuttahs & Meyer Ingenieurgesellschaft, deren Aufsichtsrat er seit 2024 ist.
Nach dem Studium des Bauingenieurwesens an der RWTH Aachen begann er 1985 bei Tuttahs & Meyer in Aachen. Schon 1993 wurde er Geschäftsführender Gesellschafter. Zeit für eine Promotion unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Max Dohmann an der RWTH Aachen war so erst 1998. Titel der Dissertation: „Bewertung der Abwasserfiltration als Verfahrensschritt der kommunalen Abwasserbehandlung“. Von 2003 bis 2024 war Markus Schröder Lehrbeauftragter an der RWTH Aachen, im Dezember 2008 wurde er dort zum Honorarprofessor ernannt. In den Jahren 2004 bis 2006 war er Gastprofessor an der Tsinghua Universität Beijing und der Sichuan University Chengdu.
Mitglied des Vorstands der DWA war Markus Schröder seit 2009, 2012 wurde er Mitglied des Präsidiums, Vizepräsident seit dem 1. Januar 2016. Diese Ämter in der DWA übte er bis 2023 aus. Durch seine intensive und gewissenhafte Mitwirkung in den DWA-Führungsgremien war er maßgeblich mit daran beteiligt, die DWA gut und sicher durch die Corona-Pandemie zu führen. 2024 wurde Markus Schröder zum Ehrenmitglied der DWA ernannt.
Markus Schröder ist in der Fachwelt schon lange für innovative Ideen und Vorschläge bekannt und gilt als besonders vielseitiger, kreativer Ingenieur. Gelegentlich gehen seine fachlichen Interessen auch weit über die Wasser- und Abfallwirtschaft hinaus. Besonders interessiert ist er an Fragen zum Themenfeld „Energie und Wasser“. So war er Vorsitzender der DWA-Koordinierungsgruppe „Energie in der Wasser- und Abfallwirtschaft“, bis diese mit Markus Schröder als Obmann als Fachausschuss in den Hauptausschuss „Kreislaufwirtschaft, Energie und Klärschlamm“ überführt wurde (Obmann ist inzwischen Dr.-Ing. Dieter Thöle vom Ruhrverband). Federführend war Markus Schröder bei der Erarbeitung der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Studie „Energiepotenziale in der deutschen Wasserwirtschaft“, die im Jahr 2010 von der DWA als Buch veröffentlicht wurde. Seit 1996 erforschte er mit vielen Partnern die Möglichkeiten zum Einsatz der Wasserstofftechnologie in der Wasserwirtschaft und war Gründungsmitglied und Sprecher der DWA-Arbeitsgruppe KEK-7.1 „Wasserstoffbasierte Energiekonzepte“.
Darüber hinaus war Markus Schröder Mitglied zahlreicher Fachgremien der DWA, vor allem im Bereich Kommunalabwasser und Klärschlamm, Energie, Spurenstoffe und zu Forschungsthemen und -projekten. Langjährig war Markus Schröder beispielsweise Obmann des Fachausschusses KA-10 „Abwasserbehandlung in ländlichen Gebieten“, heute „Abwasserbehandlung im ländlichen Raum“. Besonders wichtig sind Markus Schröder auch die Themenfelder Leistungsqualität und Vergabeverfahren, Ingenieurqualifikation, Ingenieurleistungen und deren Honorierung sowie in neuerer Zeit Digitalisierung und Building Information Modeling; als der DWA-Fachausschusses WI-6 „BIM in der Wasserwirtschaft“ eingerichtet wurde, wurde er Obmann – in diesem Gremium ist er immer noch Mitglied. Ein momentaner fachlicher Schwerpunkt ist das Thema cradle-to-cradle.
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