Landestalsperrenverwaltung Sachsen: Bestand erhalten und zukunftssicher entwickeln
Rund 120 Millionen Euro hat die Landestalsperrenverwaltung Sachsen im Jahr 2025 insgesamt investiert. Schwerpunkte waren insbesondere die Unterhaltung, Instandsetzung und der Ausbau der wasserwirtschaftlichen Anlagen, die Pflege und naturnahe Entwicklung der sächsischen Fließgewässer I. Ordnung sowie die Beseitigung von Hochwasserschäden und der präventive Hochwasserschutz. Die Mittel dafür wurden vom Freistaat Sachsen und aus verschiedenen Finanzierungsprogrammen des Bundes und der Europäischen Union bereitgestellt.
Aus hydrologischer Sicht war das Jahr 2025 im Vergleich der letzten dreißig Jahre wieder ein sehr trockenes Jahr. Die mittleren Niederschläge in den Einzugsgebieten lagen mit rund 80 Prozent und die daraus resultierenden Zuflüsse zu den Stauanlagen mit rund 52 Prozent weit unter dem langjährigen Mittel.
Bei der Planung von Sanierungs- und Unterhaltungsarbeiten an den sächsischen Stauanlagen gewinnt die Anpassung an den Klimawandel eine immer größere Bedeutung. So läuft derzeit beispielsweise die Komplexsanierung der Talsperre Lichtenberg im Erzgebirge. Damit soll ihre Funktion für die Trinkwasserversorgung auch in Zukunft gesichert und optimiert werden.
Im kommenden Jahr wird die Landestalsperrenverwaltung Sachsen die Maßnahmen zur Anpassung der sächsischen Stauanlagen an die Auswirkungen des Klimawandels vorantreiben. Vorhandene Hochwasserschutzanlagen werden weiter auf den Stand der Technik gebracht und bestehende Hochwasserschutzprojekte kontinuierlich umgesetzt. Die Umsetzung der europäischen Richtlinien wie der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie oder der Wasserrahmenrichtlinie sind ebenfalls wichtige Pflichtaufgaben.
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