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Künstliche Intelligenz: Vorhersagesystem für Pumpwerke im Hochwasserfall in Entwicklung

Was, wenn ein Pumpwerk während eines extremen Starkregenereignisses ausfällt? Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 500 000 Euro geförderte Projekt PuwaSTAR (Pumpwerkswarnung für Starkregen und Hochwasser im urbanen Raum) will ein Vorhersagesystem entwickeln, das in der Lage ist, binnen weniger Minuten Informationen über mögliche Überflutungsflächen bereitzustellen, um entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Erarbeitet wird das System, das sich auch künstliche Intelligenz stützt, zunächst am Beispiel des Pumpwerks Dorsten-Hammbach von Emschergenossenschaft/Lippeverband. Die Erkenntnisse sollen anschließend auf alle anderen Pumpwerksstandorte übertragbar sein.

Infolge des Steinkohlebergbaus sind in großen Teilen der Einzugsgebiete der Emschergenossenschaft und des Lippeverbandes weit gestreckte Bergsenkungsgebiete entstanden. Diese haben zur Bildung von abflusslosen Polderflächen geführt, in denen rund 330 000 Menschen leben. Die künstliche Entwässerung dieser Polder erfolgt durch verbandseigene Pumpwerke, die den Hochwasserschutz sichern. Fällt ein Pumpwerk aus verschiedenen Gründen ganz oder teilweise aus, gelangt das Wasser in das abflusslose Bergsenkungsgebiet und sorgt dort für Überflutungen. Mehr als 500 Pumpwerke – Anlagen der kritischen Infrastruktur – betreiben EGLV, um diese sogenannten Polderflächen vor Überflutungen zu schützen.

Pumpwerk Dorsten-Hammbach (Foto: Jochen Durchleuchter/EGLV)

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20231122_005

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