Kohlendioxid mit Industrieabwässern binden
Industrieabwässer aus der Stahl- oder Zementproduktion können Kohlendioxid langfristig und sicher chemisch binden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Helmholtz-Zentrum Hereon durchgeführt hat. Forschenden des Hereons ist es jetzt gelungen, wie sie mitteilen, „einen Prozess von industriellem Maßstab marktreif zu machen, der künftig pro Jahr viele Millionen Tonnen Kohlendioxid binden und unschädlich machen könnte.“ Die Studie wurde in der Zeitschrift Environmental Science & Technology Letters veröffentlicht. Lässt man Kohlendioxid mit einer alkalischen Flüssigkeit reagieren, wird das Kohlendioxid als Hydrogencarbonat gebunden. Als alkalische Flüssigkeit dienen in dem neuen Verfahren Industrieabwässer. Bislang werden diese mit Schwefelsäure oder Salzsäure neutralisiert. Die Hereon-Forscher*innen meinen, rechne man alle alkalischen Industrieabwässer zusammen, könnten mit diesem Verfahren künftig weltweit pro Jahr 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid gebunden werden.
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