Anzeige

Können Flusssedimente zum Klimaschutz beitragen?

Durch entwässerte landwirtschaftlich genutzte Moorböden entstehen hohe Treibhausgasemissionen. Daher leistet die Wiedervernässung von Moorflächen einen entscheidenden Beitrag für den Klimaschutz. Doch gibt es eventuell weitere, ergänzende Maßnahmen, um die Treibhausgasemissionen zu verringern und gleichzeitig die landwirtschaftliche Nutzung auf Grünland zu erhalten? Mit dieser Fragestellung befasst sich das Projekt „NewGreenCover“ des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen, mit Sitz in Ovelgönne (Landkreis Wesermarsch). Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium fördert das Projekt mit rund 2,5 Millionen Euro.

Konkret wird im Projekt eine Moorbodenkonservierung zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen aus landwirtschaftlich genutzten Moorböden durch eine so genannte „Überkleiung“ untersucht. Hierzu wird eine etwa 2,5 Hektar große Niedermoor-Grünlandfläche in der Wesermarsch als Versuchsfläche angelegt. Hier werden bereits abgelagerte Fluss- und Hafensedimente verteilt, anschließend werden die Auswirkungen untersucht und wissenschaftlich bewertet. Im Blick haben die Projektbeteiligten dabei insbesondere die Bodenentwicklung, das Setzungsverhalten und den Wasserhaushalt sowie die Gewässerqualität und die Treibhausgasemissionen. Zusätzlich werden auf historisch überkleiten Moorstandorten – hier haben in der Vergangenheit großflächige Überschwemmungen/Überflutungen stattgefunden – Untersuchungen durchgeführt, um langfristige Effekte verschiedener Schichtdicken auf die Treibhausgasbilanz zu erfassen. Das Projekt soll damit erstmals eine integrierte Bewertung der Überkleiung von landwirtschaftlich genutzten Flächen auf Niedermoor als Klima-, Moorboden- und Ressourcenschutzmaßnahme liefern und Handlungsempfehlungen entwickeln, unter welchen standörtlichen Rahmenbedingungen eine Überkleiung als Maßnahme zur Treibhausgasminderung geeignet sein könnte.

Webcode

20261023_007

GFA News bei Google bevorzugen

Fügen Sie GFA News als bevorzugte Quelle hinzu und lassen Sie unsere Fachmeldungen in der Google-Suche stärker hervorheben.

Als bevorzugte Quelle hinzufügen