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Köln: Grundstein für Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe gelegt

Der Bau von Europas größter Flusswärme-Wärmepumpe hat begonnen: Am 26. Juli 2026 hat die RheinEnergie AG in Köln-Niehl den Grundstein gelegt. Die Anlage ist auf eine Leistung von 150 Megawatt ausgelegt. Ab 2028 soll sie als erste dieser Größenordnung Wärme aus dem Rhein nutzen und diese in das Kölner Fernwärmenetz einspeisen. Die Kapazität der Großwärmepumpe reicht aus, um bis zu 50 000 Haushalte mit Wärme zu versorgen.

Die Flusswasser-Wärmepumpe besteht aus drei Modulen mit je 50 Megawatt Leistung und wird künftig im Zusammenspiel mit den bestehenden Gas-und-Dampfturbinen-Anlagen am Standort Niehl betrieben: Bei hohem Stromangebot und niedrigen Preisen übernimmt die Wärmepumpe die Wärmeproduktion, in Zeiten hoher Strompreise sichern die Gas-und-Dampfturbinen-Anlagen die Versorgung.

Für den Wärmepumpenprozess wird im Durchschnitt weniger als ein Prozent des Rheinwassers benötigt. Dessen Umweltwärme wird auf ein Kältemittel übertragen, das im geschlossenen Kreislauf verdichtet und auf über 100 °C gebracht wird. Pro eingesetzter Einheit Strom gewinnt die Anlage zwischen zwei und drei Einheiten Wärme. Das entnommene Rheinwasser kühlt sich dabei nur um wenige Grad ab und gelangt anschließend wieder in den Rhein.

Die Kosten des Projekts sind mit 280 Millionen Euro veranschlagt. Die vorbereitenden Arbeiten am Kraftwerksstandort Niehl hatten bereits im Frühsommer 2026 begonnen. Das Vorhaben wird mit 100 Millionen Euro aus Bundes- und EU-Mitteln gefördert.

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