Klimawandel verstärkt Starkregenereignisse in Europa
Forschungsverbund ClimXtreme stellt neue Erkenntnisse vor
Starkregenereignisse in Deutschland und Europa werden durch den Klimawandel tendenziell intensiver und häufiger, auch wenn die jährliche und regionale Variabilität groß bleibt. Für Deutschland lässt sich eine Intensitätszunahme der Starkregenereignisse von 6 bis 8,5 Prozent pro Grad globaler Erwärmung feststellen, wobei seltene und kurz andauernde Ereignisse die stärksten Trends zeigen. Zu diesem Ergebnis kommt der Forschungsverbund ClimXtreme.
Sechs Jahre untersuchten die Forschenden, wie sich der Klimawandel auf extreme Niederschläge, Dürren und Hochwassereignisse auswirkt. Dabei zeigen die Ergebnisse, dass der menschengemachte Klimawandel einzelne Starkregenereignisse bereits verstärkt hat. Neben ausbleibenden Niederschlägen trägt die steigende Verdunstung infolge höherer Temperaturen zur Austrocknung der Böden bei. Zudem weisen die Untersuchungen auf eine Verschiebung der niederschlagsarmen Phase im Frühjahr von Februar und März in den April hin. „Mit dem ClimXtreme-Programm konnten wir zu einer genaueren Einschätzung der heutigen und zukünftigen Risiken durch die verschiedenen Arten meteorologischer Extremereignisse beitragen“, sagt Uwe Ulbrich, Meteorologe an der Freien Universität und Sprecher des Verbundes.
Für die wasserwirtschaftliche Praxis entwickelte der Forschungsverbund unter anderem optimierte Intensitäts-Dauer-Häufigkeits-Kurven, sogenannte IDF-Kurven. Diese berücksichtigen die räumliche und zeitliche Ausdehnung extremer Niederschlagsereignisse. Anpassungsstrategien können durch die Kurven in der Wasserwirtschaft und im Katastrophenschutz von Nutzen sein.
Am ClimXtreme waren 17 deutsche Forschungseinrichtungen mit insgesamt 25 Teilprojekten beteiligt. Die neuen Methoden sind veröffentlicht und werden als Software zur Verfügung gestellt.
Webcode
20261021_002
GFA News bei Google bevorzugen
Fügen Sie GFA News als bevorzugte Quelle hinzu und lassen Sie unsere Fachmeldungen in der Google-Suche stärker hervorheben.