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Klimakrise in Europa: Sommer 2026 bricht Rekorde bei Hitzestress und Fluss-Niedrigwasser

Hitze und akute Trockenheit: Der Sommer 2026 hatte Europa fest im Griff. Hitzewellen, Waldbrände, niedrige Pegelstände von Donau und Rhein – die europäischen Copernicus-Dienste haben eine Bilanz für die Monate Juni bis August 2026 vorgelegt.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 21,7 °C erlebte Westeuropa den heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – ein Plus von 2,5 °C im Vergleich zum Referenzzeitraum 1991–2020. Damit wurde der bisherige Rekordsommer 2003 übertroffen. Besonders alarmierend war die Dauer der Extrembedingungen: An 17 Tagen überschritten die Temperaturen in mindestens 60 % der westeuropäischen Landfläche die 30-Grad-Marke.

Historische Austrocknung der Lebensadern

Infolge der ausbleibenden Niederschläge und der hohen Verdunstung registrierte der Katastrophen- und Krisenmanagementdienst (CEMS) die schwersten Niedrigwasserstände an europäischen Flüssen seit Beginn der EFAS-Aufzeichnungen im Jahr 1992.
Im Juli und August meldeten fast alle großen Ströme – darunter Rhein, Donau, Po, Loire, Rhône und Seine – gleichzeitig Rekord- oder Beinahe-Rekordtiefstände. Samantha Burgess, Strategieleiterin für Klima beim EZMW, merkt an: „Europa erlebte im Jahr 2026 einen Sommer mit sich überschneidenden Klimaextremen. Rekordhitzestress, weit verbreitete trockene Bedingungen, außergewöhnlich niedrige Wasserstände in den Flüssen und ungewöhnlich warme Meere traten in weiten Teilen des Kontinents gleichzeitig auf. Die Folgen reichten weit über Temperaturrekorde hinaus und wirkten sich auf Wasserverfügbarkeit, Energiesysteme, Verkehr, Ökosysteme und die menschliche Gesundheit aus. Angesichts der fortschreitenden Klimaerwärmung unterstreichen Ereignisse wie diese, wie wichtig es ist, Widerstandsfähigkeit gegenüber zunehmend miteinander verknüpften Klimarisiken aufzubauen.“

Weitere Hintergrundinformationen und die vollständige Analyse stellt Copernicus auf seiner offiziellen Sonderseite zur Verfügung.

Anomalien und Extremwerte der bodennahen Lufttemperatur im Sommer (Juni bis August) 2026. Die Extremkategorien („kühlste“ und „wärmste“) basieren auf Ranglisten für den Zeitraum 1950–2026. Die anderen Kategorien beschreiben, wie sich die Temperaturen im Vergleich zu ihrer Verteilung im Referenzzeitraum 1991–2020 darstellen. „Deutlich kühler/wärmer als der Durchschnitt“ – kühler/wärmer als 90 % der Temperaturen. „Kühler/wärmer als der Durchschnitt“ – kühler/wärmer als 66 % der Temperaturen. „Nahe am Durchschnitt“ – innerhalb der mittleren 33 %. Daten: ERA5. Bildnachweis: C3S/EZMW.

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