Anzeige

Kläranlage Dresden-Kaditz: Ausbau wegen steigender Abwassermengen schreitet voran

Die Stadtentwässerung Dresden treibt den Ausbau der Kläranlage Dresden-Kaditz voran. Hintergrund sind unter anderem die steigenden Abwassermengen durch die wachsende Halbleiterindustrie im Dresdner Norden. Eine aktuelle Ausschreibung für Baugrubenverbauarbeiten sieht eine Ausführung zwischen Februar und September 2027 vor.

Fünf Milliarden m³: So viel Abwasser fällt in Deutschland jährlich insgesamt in Haushalten und Industrie an. Während diese Gesamtsumme stabil bleibt, sorgt der Chipboom lokal – wie in Dresden – für einen starken Anstieg des industriellen Abwassers. Mit der Erweiterung soll die Kläranlage auf die künftig höheren Abwassermengen und steigenden Anforderungen an die Abwasserreinigung vorbereitet werden. Das Ausbaukonzept sieht unter anderem zusätzliche Belebungs- und Nachklärbecken, einen weiteren Faulturm sowie den Umbau der zentralen Gebläsestation für eine leistungsstärkere Sauerstoffversorgung vor. Darüber hinaus ist voraussichtlich die Errichtung einer vierten Reinigungsstufe vorgesehen, um Arzneimittelrückstände zu filtern, während die verbleibende Anlage auf strengere EU-Grenzwerte für Stickstoff und Phosphor vorbereitet wird. Flankiert werden die Maßnahmen auf dem Anlagengelände durch den Bau eines neuen, rund 10 Kilometer langen Industriesammlers, der das Abwasser direkt aus dem Dresdner Norden nach Kaditz führt.

Webcode

20261103_001

GFA News bei Google bevorzugen

Fügen Sie GFA News als bevorzugte Quelle hinzu und lassen Sie unsere Fachmeldungen in der Google-Suche stärker hervorheben.

Als bevorzugte Quelle hinzufügen