KI und neue Radargeräte sollen vor Überflutungen im Bergischen warnen
Künstliche Intelligenz (KI) und Sensorik sind ein starker Treiber, um frühzeitig vor Überflutungen zu warnen. Das Bergische Land hat nun Fördergelder für ein innovatives Frühwarnsystem eingesammelt.
Für das Projekt KIRa-Berg wurden jetzt Fördermittel bewilligt. Ziel ist es, Starkregen und daraus entstehende Überflutungen früher und räumlich genauer zu erkennen. Technische Kernstücke bilden zwei X-Band-Radargeräte, die das bestehende Radarsystem des Deutschen Wetterdienstes ergänzen sollen. Durch die kurze Wellenlänge liefern X-Band-Radare ein extrem scharfes und detailreiches Bild. Sie können Niederschläge in niedrigerer Höhe und in kürzeren Zeitabständen erfassen und damit detaillierte Daten für Niederschlagsvorhersagen liefern. Kombiniert wird das Ganze mit einem KI-System.
Die KI bezieht neben den Niederschlägen auch bestehende Flusshochwasser ein. Innerhalb weniger Sekunden sollen so Überflutungsszenarien simuliert werden. Einsatzkräfte können schneller auf drohende Überflutungen reagieren.
Hinter KIRa-Berg steht die Kooperation Überflutungsvorsorge an Agger und Wupper (ÜVAW). Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Universität Bonn und der TH Köln. Bis Mitte 2027 erfolgt die Installation. Kostenpunkt: 1,9 Millionen Euro.
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