Kettwiger Stausee: Ruhrverband weist während Wehrrevision auf Hochwasserrisiko hin
Der Ruhrverband beginnt am 21. September mit den Vorarbeiten zur turnusmäßigen baulichen Zustandsbewertung des Sektors II der Wehranlage am Kettwiger Stausee. Für die Untersuchung muss das Wehr mit einem Revisionsverschluss trockengelegt werden. Dieser soll voraussichtlich mindestens fünf Wochen bis Ende Oktober gesetzt bleiben.
In dieser Zeit werden unter anderem die Stahl- und Betonbauteile sowie die Längs- und Seitendichtungen der Wehranlage eingehend untersucht. Die Begutachtung übernimmt ein unabhängiges Ingenieurbüro und erfolgt nach den einschlägigen technischen Regelwerken.
Der Ruhrverband weist darauf hin, dass die an den Kettwiger Stausee angrenzenden Uferbereiche als Hochwasserrisikogebiete ausgewiesen sind. Bei gesetztem Revisionsverschluss erhöht sich dort im Hochwasserfall die Überschwemmungsgefahr. Anwohnerinnen und Anwohner sollten deshalb die besondere Situation während des Revisionszeitraums berücksichtigen und entsprechende Eigenvorsorge treffen. Der Kettwiger See ist mit einem Stauinhalt von rund 1,4 Millionen Kubikmetern der kleinste Stausee des Ruhrverbands. Die Wehranlage besitzt zwei jeweils 44 Meter breite Wehrfelder. Wichtig zur Einordnung: Die Abflüsse im Ruhreinzugsgebiet liegen derzeit im Niedrigwasserbereich.
In einer Pressemitteilung rät der Ruhrverband Anliegern und Anliegerinnen sowie den Eigentümern von Grundstücken im Umfeld des Kettwiger Stauwehrs ausdrücklich,
- sich aus allgemein zugänglichen Quellen (z. B. Hochwasserportal des Landes NRW, amtliche Hochwasser- und Starkregen-Gefahrenkarten, Warnlagebericht des Deutschen Wetterdienstes) über die lokale Gefahrenlage zu informieren,
- technische Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser (z. B. Rückstausicherungen im Keller) zu überprüfen und ggf. zu optimieren,
- auf eine angepasste Nutzung hochwassergefährdeter Stockwerke und Gebäudeteile zu achten und dort z. B. keine wertvollen Gegenstände zu lagern,
- Anlagen, von denen Umweltgefahren ausgehen können (z. B. Heizöltanks), gegen Aufschwimmen, Auslaufen und andere Gefährdungen zu sichern.
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