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Kenneth Dumack Professor für Aquatische Ökosystemanalyse in Koblenz

Kenneth Dumack ist neuer Professor für Aquatische Ökosystemanalyse an der Universität Koblenz. Diese Professur wird von der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG), verankert im Haushalt des Bundesministeriums für Verkehr (BMV), finanziert. Die inhaltliche Verantwortung liegt bei der Universität Koblenz. Ernannt wurde Kenneth Dumack bereits am 14. Mai 2025.

Die Aquatische Ökosystemanalyse beschäftigt sich mit den vielfältigen Prozessen, die in Binnengewässern und küstennahen Meeresbereichen ablaufen. Dabei wird untersucht, wie abiotische Faktoren wie Licht, Temperatur oder Nährstoffverfügbarkeit mit biotischen Komponenten wie Mikroorganismen, Pflanzen und Tieren interagieren. Ein zentrales Forschungsanliegen von Dumack ist, herauszufinden, wie diese Wechselwirkungen die Stabilität, Biodiversität und Produktivität von Gewässern prägen. Damit trägt seine Forschung auch zur Entwicklung von Strategien für nachhaltiges Gewässermanagement bei.

Er möchte verstehen, wie Veränderungen im Klima, in der Landnutzung und in der Nährstoffzufuhr das Artengefüge und die Interaktionen von Mikroorganismen in aquatischen Systemen beeinflussen. Ihn interessiert besonders, welche Rolle diese Organismen bei der Reinigung und Stabilisierung von Gewässern spielen, etwa durch den Abbau organischer Substanzen oder die Regulierung von Algenblüten. Auf dieser Basis können neue Ansätze für den Naturschutz entwickelt werden, die einerseits ökologische Vielfalt erhalten und andererseits eine effiziente Nutzung der Ressource Wasser ermöglichen. Langfristig sollen Dumacks Forschungsergebnisse dazu beitragen, tragfähige Konzepte für die Erhaltung aquatischer Lebensräume zu erarbeiten und mit Praxispartnern umzusetzen.

Kenneth Dumack studierte Biologie an der Universität zu Köln und promovierte dort am Institut für Zoologie. Dort habilitierte er sich nach einem Forschungsaufenthalt an der University São Paulo, Brasilien.

Universitätspräsident Stefan Wehner überreicht Kenneth Dumack (r.) die Ernennungsurkun-de. (Foto: Universität Koblenz/Birgit Förg)

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