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Kai Wellbrock Professor für Abwasserbewirtschaftung und -behandlung in Lübeck

Dr.-Ing. Kai Wellbrock, Bauingenieur mit langjähriger Erfahrung in Forschung, Lehre und Praxis der Siedlungswasserwirtschaft, wurde 2025 zum ersten außerplanmäßigen Professor an der TH Lübeck für das Fachgebiet Abwasserbewirtschaftung und -behandlung ernannt.

Wellbrock machte eine Ausbildung als Bauzeichner, studierte ab 2003 an der TH (damals FH) Lübeck Bauingenieurwesen. Seit 2009 ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TH Lübeck am Fachbereich Bauwesen im Labor für Siedlungswasserwirtschaft tätig und bearbeitete dort viele Projekte in Kooperation mit Industriepartnern. „Ich feiere mit meiner Ernennung zur Professur Bergfest an der TH Lübeck“, sagt Wellbrock, „ich bin jetzt 22 Jahre hier, und es könnten ab jetzt bis zur Rente noch etwa 22 Jahre werden.“ Kai Wellbrock hat mehr als 40 Bachelor- und Masterarbeiten als Erstbetreuer begleitet und geprüft und weitere 50 Arbeiten als Zweitprüfer begleitet.

Bei seiner Promotion zum Thema „Die innerstädtische Wasserbewirtschaftung im hellenistisch-römischen Pergamon“ von 2010 bis 2016 an der Brandenburgisch-Technischen Universität (BTU) Cottbus – Senftenberg war Wellbrock ein Wegbereiter neuer Strukturen: „Ich blieb wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TH Lübeck, forschte hier vor Ort, promovierte vorwiegend nach Feierabend und am Wochenende. In Cottbus war ich genau zweimal – einmal am Anfang und einmal am Ende“, erinnert er sich. Forschung an der TH Lübeck, formales Promotionsverfahren an einer titelgebenden Hochschule – dieses Konstrukt war damals neu. Wellbrock war der erste wissenschaftliche Mitarbeiter am Fachbereich Bauwesen, der eine Promotion erfolgreich abgeschlossen hat. Heute ist die sogenannte Kooperative Promotion an der TH Lübeck gängige Praxis.

Bereits 2012 wurde Wellbrock von Matthias Grottker die örtliche Leitung der Versuchs- und Ausbildungskläranlage (VAK) Reinfeld und des angegliederten abwassertechnischen Labors übertragen. 2024 übertrug ihm die TH Lübeck – in Vertretung der vakanten Professur für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik – sechs Monate zudem die Kommissarische Leitung des Labors für Siedlungswasserwirtschaft mit der vollen Verantwortung für Personal und Lehre – und für die Koordination der verschiedenen Forschungsprojekte. Die Ergebnisse wurden regelmäßig in mehr als 30 Veröffentlichungen und mehr als 50 Vorträgen der Fachwelt zugänglich gemacht.

Das Thema Wasser treibt ihn auch privat um: Wellbrock lebt mit seiner Familie in der Jenfelder Au, dem ersten Wohnquartier Hamburgs, in dem alle Häuser an den Hamburger Water Cycle angeschlossen sind. Hier wird unter anderem getestet, wie sich Toilettenabwasser zur Energiegewinnung nutzen lässt.

Kai Wellbrock (Foto: TH Lübeck)

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