Holger Haufe Professor an der TH Nürnberg
Die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (Ohm) stärkt ihre wasserbauliche Forschungskompetenz: Dr.-Ing. Holger Haufe übernimmt die neu eingerichtete Professur „Konstruktiver Wasserbau“, die im Rahmen der Förderlinie „Spitzenprofessur (HaW)“ vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst eine Förderung von bis zu 3,5 Millionen Euro für fünf Jahre erhält.
Holger Haufe war zuvor als Geschäftsbereichs- und Projektleiter bei einem namhaften international tätigen Ingenieurunternehmen tätig und verfügt über langjährige Erfahrung in der Leitung von Großprojekten im Bereich Talsperren, Hochwasserrückhaltebecken und wasserbauliche Infrastrukturen. Seine Expertise umfasst zudem den Stahlwasserbau und Dichtungssysteme. Darüber hinaus ist er national und international in bedeutenden Gremien aktiv und bringt umfassende Erfahrung in der gegenständlichen Modellierung sowie im Aufbau hydraulischer Versuchseinrichtungen mit. Haufe ergänzt damit die bestehende Wasserbaukompetenz am Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der Ohm und wird künftig neben Prof. Dr.-Ing. Dirk Carstensen eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung und langfristigen Verstetigung der angewandten Forschung im Bereich konstruktiver Wasserbau einnehmen.
Das Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWWN) unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Dirk Carstensen bündelt seit 2016 das Fachwissen aus Wasserbau, Wasserwirtschaft und Hydrologie. Die Labore der Hochschule bieten moderne Möglichkeiten für Lehre und Forschung. Dazu gehören das Wasserbaulehrlabor, das Labor für Siedlungswasserwirtschaft sowie allen voran das neue Wasserbauforschungslabor im Ohm Innovation Center (OIC): Mit einer Grundfläche von ca. 1000 Quadratmetern, einem Wasserreservoir von bis zu 480 000 Litern und ausreichend großen Volumenströmen zählt es zu den modernsten seiner Art in Deutschland.
Die Themenfelder Bau, Funktion- und Standsicherheit sowie Gebrauchsfähig- und Dauerhaftigkeit von Wasserbauwerken, Modelle des Hochwasser- und Küstenschutzes bis hin zur naturnahen Gestaltung von Fließgewässern oder Themen des Feststofftransportes in Gewässern werden Haufes Arbeiten bestimmen. Aufgrund der vorhandenen Ausstattung sind neben der Grundlagenforschung und Experimenten im Labor auch praktische Messungen in der Natur sowie das Monitoring hydraulischer und wasserbaulicher Wasserbauwerken Forschungsthemen, denen sich Haufe widmen kann.
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