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Hessen: Förderung für Sanierung der Rheinflügeldeiche an der Weschnitz

Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Gewässer im Hessischen Ried hat der hessische Umweltstaatssekretär Michael Ruhl dem Gewässerverband Bergstraße am in Biblis einen Förderbescheid in Höhe von rund 12,6 Millionen Euro übergeben. Mit den Mitteln wird der erste Finanzierungsabschnitt der Rheinflügeldeichsanierung an der Weschnitz, einem kurzen rechten Nebenfluss des Rheins, gefördert. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf ca. 39 Millionen Euro. Auf einer Strecke von rund 6,5 Kilometern sollen die kommunalen Rheinflügeldeiche an der Weschnitz zwischen Biblis und Einhausen beidseitig saniert werden. Neben der Sanierung wird der Deich in weiten Teilen des Projektgebiets zurückverlegt, um dem Gewässer wieder Raum zur Entwicklung zu geben. Das gesamte Projektgebiet umfasst rund 130 Hektar. Die bestehenden Rheinflügeldeiche an der Weschnitz entsprechen nicht mehr den heutigen Schutzstandards und weisen Schwachstellen auf. Zu geringe Deichhöhen, zu steile Böschungen, fehlende Deichverteidigungswege sowie ein unzureichender Schutz gegen Wühltiere stellen Schwachstellen dar. Im Rahmen des Projekts werden die Deiche ertüchtigt und als Teil des Rheindeichsystems auf ein 200-jährliches Hochwasser ausgelegt.

Durch die Rückverlegung der Deiche entsteht zusätzlicher Retentionsraum von rund 1,7 Millionen Kubikmetern. Zudem sollen mit dem Projekt die gewässerökologischen Verhältnisse an der Unteren Weschnitz verbessert werden. Die Weschnitz wurde in den 1950er-Jahren begradigt. Durch die Deichrückverlegung in einigen Abschnitten wird dem Gewässer wieder mehr Möglichkeit gegeben, damit sich strömungsarme und strömungsreiche Verhältnisse abwechseln können.

Die Weschnitz vor dem Sanierungsprojekt (Foto: HMLU)

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