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Helmholtz-Gemeinschaft startet drei wasserwirtschaftliche „Solution Labs“

Die Helmholtz-Gemeinschaft baut drei Solution Labs auf, in denen wichtige Aspekte zunehmender wasserwirtschaftlicher Extremereignisse und ihre Auswirkungen auf den Wasserkreislauf erforscht sowie Lösungsansätze in enger Abstimmung mit Verantwortlichen vor Ort getestet werden. Koordiniert wird die Forschungsinitiative „Wassersicherheit für Mensch und Umwelt“, innerhalb der die Solutions Labs organisiert sind, am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).

Mit den Einzugsgebieten der Flüsse Elbe und Rur-Erft sowie der Stadt Leipzig wurden für die Solution Labs drei Regionen ausgewählt, deren Probleme typisch für viele andere Gebiete in Deutschland, aber auch europa- und weltweit sind. Sie fungieren als Reallabore und Modellstandorte, in denen entscheidende Aspekte erforscht sowie Lösungsansätze getestet werden. Die drei Solution Labs in Stichworten:

Das SolutionLab SOLVE (Securing Terrestrial Water Cycles: the Helmholtz SOlution Lab Elbe RiVEr Basin) wird am UFZ koordiniert. Neben dem UFZ sind 16 weitere Partner aus Forschung und Wirtschaft sowie Ämtern und Behörden beteiligt, darunter sechs weitere Helmholtz-Zentren. Im Fokus steht die Integration umfangreicher Daten und Modelle aus dem gesamten Flusseinzugsgebiet der Elbe, um daraus Lösungen zu entwickeln, die den gesamten Landschaftswasserhaushalt einschließlich menschlicher Eingriffe ganzheitlich abbilden und für das Einzugsgebiet optimieren.

Das SolutionLab Rur-Erft wird am Forschungszentrum Jülich (FZJ) koordiniert. Neben dem FZJ sind 14 weitere Partner aus Forschung und Wirtschaft sowie Ämtern und Behörden beteiligt, darunter drei weitere Helmholtz-Zentren. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines digitalen Zwillings der Flusseinzugsgebiete von Rur und Erft, der numerische hydrologische Modelle und KI-gestützte Modellierung vereint. Ziel ist es, die Auswirkungen von Klimawandel, Landnutzung und menschlichen Eingriffen auf die regionalen Wasserressourcen sichtbar zu machen, besser verstehen zu lernen und konkrete Ansätze zur Lösung von Wasserkonflikten abzuleiten.

Das Solution Lab URBAN-LE (Systemic Blue-Green-Red Urban Development) wird am UFZ koordiniert. Neben dem UFZ sind 13 weitere Partner aus Forschung und Wirtschaft sowie Ämtern und Behörden beteiligt, darunter drei weitere Helmholtz-Zentren. Der Frage, wie Städte Starkregen, Hitze und Dürre im Zuge der Klimaanpassung gleichzeitig bewältigen können, widmet sich das Solution Lab URBAN LE mit Leipzig als Modellstadt. Hier entsteht ein Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk mit dem Ziel, Wassersicherheit (blau), Klimaanpassung (grün) und Wärmeversorgung (rot) im Kontext der urbanen Transformation systemisch zusammenzuführen.

„Wassersicherheit für Mensch und Umwelt“ ist neben „Helmholtz Biomedical Engineering“ und „Quantum Use Challenge“ eine der Forschungsinitiativen, in denen sich die Helmholtz-Gemeinschaft strategischen Zukunftsthemen widmet, um technologische Durchbrüche schneller in die Anwendung zu bringen. Insgesamt stellt die Helmholtz-Gemeinschaft dafür bis Ende 2028 36 Millionen Euro zur Verfügung.

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